08.04.2015 Inbetriebnahme neuer Beizanlage am Standort im Industriepark Höchst

Das Beizen nichtrostender Stähle ist immer dann erforderlich, wenn der für die Korrosionsbeständigkeit optimale Oberflächenzustand nicht mehr sicher gestellt ist. Das kann sein durch

  • Bildung von Zunderschichten durch Wärmebehandlung
  • Bildung von Anlauffarben durch Schweißen
  • Ablagerung von Metalloxiden (z.B. Schleifstaub oder Fremdrost anderer Herkunft)
  • Bildung von Chromkarbid durch Wärmeeinfluss beim Drehen oder Bohren ohne Kühlschmiermittel

Die Lauer Industrieservice GmbH hat als Ergänzung zu ihren bereits breit aufgestellten Leistungen im industriellen, pharmazeutischen und chemischen Anlagenbau daher als weitere Leistung eine neue Beizanlage in Betrieb genommen.

Die Leistungen umfassen

Tauchbeizen/Abtragsbeizen. Die Einsatzgrenze wird durch das Volumen der Beizbehälter begrenzt. Die vorhandene Beizwanne ist 7 Meter lang, 1 Meter breit und hat eine Höhe von 0,8 Meter. Das entspricht einem Fassungsvolumen von 5.600 Liter, die zur Verfügung stehen, um entsprechende Werkstücke einzutauchen.

Sprühbeizen. Vor allem auf größere Apparate, Behälter und Rohrleitungen, die nicht getaucht werden können, werden durch Druckluft betriebene Sprühanlagen Beizmittel aufgebracht. Die Sprühbeize kann sowohl in senkrechter als auch über-Kopf-Lage verarbeitet werden und ggf. auch nur auf Teilbereiche aufgebracht werden. Dadurch kann diese Methode auch direkt in Anlagen und Betrieben ausgeführt werden.

Umlaufbeizen. Dieses Verfahren wird oft für das nachträgliche Beizen von bereits eingebauten Teilen verwendet. Verschweißte Rohrleitungen sollten z.B. unbedingt dann gebeizt werden, wenn nicht durch Formierung die Bildung von Anlauffarben unterdrückt werden konnte.

Spülen von Rohrleitungen und Anlagenteilen – auch vor Ort – mit Zitronensäure (Wannengröße 6 Meter x 0,55 Meter x 0,55 Meter).

Chemische und mechanische Reinigung von Wärmetauschern, Behältern, Apparaten, Kühltürmen aller Art, Flüssigkeitsführender Systeme, Klimaanlagen aller Fabrikate, Wamwasserbereiter und Boiler.

Umweltschutz:

Beim Einsatz von Beizmitteln müssen hohe Anforderungen an die Arbeitsstätte, Lagerräume und Betriebsmittel erfüllt werden. Dabei gilt es zahlreiche gesetzliche Bestimmungen und Vorschriften zu beachten.

Unsere Beizanlage unterliegt gemäß Bundesimmissionsschutzverordung der Genehmigungspflicht. Die Arbeiten finden daher in einem geschlossenen Betrieb statt. Boden und Wände sind nach WHG-Vorschiften säurefest ausgeführt.

Die Spülwässer werden über eine 6 m³ große und doppelwandig ausgeführte Grube aufgefangen und der fachgerechten Entsorgung zugeführt.

Die beim Beizen auftretenden Gase werden über eine angemessene Abluftanlage (Abluftwäscher) gefiltert, neutralisiert und unter Einhaltung der Emissionsgrenzwerte gemäßt TA-Luft abgeführt.

Ansprechpartner:

Michael Scheffner - Leiter Oberflächentechnik

Mobil: 0160-3067635 - Mail: mscheffner@lauer-gmbh.de