Mit dem Projekt FRA 145 in Frankfurt übernimmt Lauer eine zentrale Aufgabe bei der Energie- und Medienversorgung eines hochmodernen Rechenzentrumsstandortes. Im Mittelpunkt steht die Errichtung einer hochverfügbaren Kraftstoff- und Harnstoffversorgung für die Netzersatzanlage. Das System soll sicherstellen, dass die Notstromaggregate auch bei einem länger andauernden Ausfall des öffentlichen Stromnetzes zuverlässig betrieben werden können. Damit entsteht eine Infrastruktur, die für den sicheren Betrieb moderner digitaler Systeme von entscheidender Bedeutung ist.
Rechenzentren bilden heute das Rückgrat unserer digitalen Gesellschaft. Cloud-Dienste, Kommunikationsplattformen, Finanztransaktionen und zahlreiche industrielle Anwendungen sind auf ihre permanente Verfügbarkeit angewiesen. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Energieversorgung. Fällt das öffentliche Stromnetz aus, müssen Netzersatzanlagen innerhalb kürzester Zeit die Versorgung übernehmen. Die dafür benötigten Kraftstoffe müssen jederzeit sicher verfügbar und zuverlässig zu den Aggregaten transportiert werden. Genau hier setzt die Leistung von Lauer beim Projekt FRA145 an. Für insgesamt 15 Notstromdieselaggregate entsteht eine umfassende Infrastruktur zur Versorgung mit Dieselkraftstoff und Harnstoff. Die vorgesehene Dieselbevorratung umfasst insgesamt 526.000 Liter – eine Dimension, die deutlich macht, welche Anforderungen an Planung, Sicherheit und technische Ausführung gestellt werden. Die Versorgung der einzelnen Aggregate wird redundant ausgeführt und damit auf die hohen Anforderungen moderner Hyperscale-Rechenzentren ausgelegt.
Der Leistungsumfang von Lauer geht dabei weit über die klassische Rohrleitungsmontage hinaus. Die verschiedenen technischen Komponenten werden zu einem abgestimmten Gesamtsystem zusammengeführt.
Zum Projektumfang gehören unter anderem:
Damit verbindet Lauer unterschiedliche Disziplinen zu einer durchgängigen Lösung – vom Rohrleitungsbau über Anlagen- und Messtechnik bis hin zu Leckageüberwachung und technischer Isolierung.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem eingesetzten FSR-Bruggrohr-System. Lauer verfügt bereits seit 2025 über die entsprechende Zertifizierung für dieses hochwertige Rohrleitungssystem. Für das Projekt FRA 145 wurden und werden die Anforderungen an das Fuel- und UREA-System eng mit dem Hersteller BRUGG abgestimmt. Gerade bei kritischen Infrastrukturen sind sichere und dauerhaft zuverlässige Rohrleitungssysteme von zentraler Bedeutung.
Das FSR-System bietet hierfür wesentliche Vorteile:
Die doppelte Rohrwandung in Verbindung mit der kontinuierlichen Überwachung ermöglicht es, potenzielle Leckagen frühzeitig zu erkennen und damit ein zusätzliches Sicherheitsniveau zu schaffen.
Neben der Versorgungssicherheit spielt auch der effiziente und möglichst emissionsarme Betrieb der Notstromaggregate eine wichtige Rolle. Die eingesetzten Netzersatzanlagen verfügen über eine moderne Abgasnachbehandlung auf Basis von UREA (Harnstoff). Durch diese Technologie lassen sich Stickoxid-Emissionen deutlich reduzieren. Diesel und UREA werden dabei über getrennte Versorgungssysteme bevorratet und verteilt. Die Auslegung der Systeme berücksichtigt sowohl die hohen Sicherheitsanforderungen des Rechenzentrums als auch die Anforderungen an einen zuverlässigen und umweltgerechten Anlagenbetrieb.
Mit FRA 145 baut Lauer seine Kompetenz im Bereich komplexer Energie- und Medienversorgungssysteme für kritische Infrastrukturen weiter aus. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie unterschiedliche Fachbereiche ineinandergreifen müssen, damit am Ende ein zuverlässiges Gesamtsystem entsteht. Rohrleitungsbau, Anlagenbau, Messtechnik, Leckageüberwachung und technische Isolierung werden dabei nicht isoliert betrachtet, sondern zu einer ganzheitlichen Lösung zusammengeführt. Für Lauer bedeutet das Projekt einen weiteren wichtigen Schritt im Bereich der hochverfügbaren Versorgungssysteme für Rechenzentren und andere sicherheitskritische Anlagen. Denn wenn digitale Infrastruktur jederzeit funktionieren muss, darf auch die dahinterliegende technische Infrastruktur keine Schwachstellen haben.
Zurück zur Übersicht
Projektstart: Januar 2027
Auftraggeber:
vertraulich
Gewerke:
Rohrleitungsbau, Leckageüberwachung, technische Dämmung
Auftragsvolumen:
ca. 4,2 Mio. €